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Allgemeine Darstellung

Die nationalen Rechtssysteme unterliegen einer tiefgreifenden Veränderung, die Folge der fortschreitenden Integration der europäischen Staaten sowie des Prozesses der Globalisierung ist. Die zunehmende Kooperation und Verzahnung nicht nur des jeweiligen nationalen Rechtssystems mit der europäischen Rechtsebene (vertikale Beziehungen), sondern auch der nationalen Rechtssysteme und Institutionen untereinander (horizontale Beziehungen) stellt eine Herausforderung an die Rechtswissenschaft dar, die lange Zeit vorwiegend auf die Analyse und dogmatische Weiterentwicklung der jeweiligen nationalen Rechtsordnung konzentriert war. Die Rechtswissenschaft muss aber auch analytische und konzeptionelle Antworten auf die Frage nach der dogmatischen Einordnung und den Gestaltungsmöglichkeiten der vertikalen und horizontalen Rechtsverflechtungen geben.

Für Nachwuchswissenschaftler bietet sich hier ein weites Forschungsfeld. Doch selbst wenn wissenschaftliche Arbeiten im Schwerpunkt Fragen des jeweiligen nationalen Staats- und Verwaltungsrechts zum Gegenstand haben, müssen diese heute angesichts der wechselseitigen Beeinflussung der nationalen, internationalen und supranationalen Rechts- und Institutionenordnungen in der Regel in einem größeren Kontext untersucht werden, um zu tragfähigen Erkenntnissen zu gelangen. Damit wachsen die Anforderungen an Forschungsarbeiten. Eine Förderung der Nachwuchswissenschaftler kann insbesondere dadurch erfolgen, dass das wissenschaftliche Gesprächs- und Betreuungspotential erweitert wird.

Dem Dialog zwischen französischen und deutschen Rechtswissenschaftlern kommt eine besondere Bedeutung nicht nur deshalb zu, weil Deutschland und Frankreich für die europäische Integration eine herausgehobene Rolle gespielt haben, sondern auch wegen des prägenden Einflusses des französischen und des deutschen Rechts auf die Weiterentwicklung des öffentlichen Rechts in Europa insgesamt. Dabei kann an die lange Tradition eines bilateralen wissenschaftlichen Diskurses angeknüpft werden, der auch in Zeiten stärkerer gegenseitiger Abgrenzung wie insbesondere in der Zeit der Dritten Französischen Republik stets sehr produktiv war und für den seit einigen Jahrzehnten hervorragende Rahmenbedingungen bestehen.


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